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Die 3 Ws der Veränderung

Neues dazulernen, sich verändern, und weiterentwickeln... Wie steht es damit in einer Zeit, wo wir beim Thema Lernen vor allem an die Aneignung von Wissen denken? Verbinden wir damit auch einen Prozess, der unser ganzes Sein - unseren Körper, unsere Psyche und unseren Geist - erfasst? Und wenn ja, wie können wir das vitalisierende Potential unserer ganzheitlichen Lernfähigkeit nützen und uns neugierig davon erfassen lassen? Dafür empfiehlt es sich, immer die 3 Ws: Was, Wie, von/mit Wem im Blick zu haben.

 

murmeltier oder füchsin?

Du stehst auf einer Schwelle? Hast Bedenken sie zu überschreiten? Weißt nicht, was dahinter ist und ob du den neuen Herausforderungen gewachsen bist? Du zögerst, trittst auf der Stelle. Oder wiederholst stattdessen wie Bill Murray in "Täglich grüßt das Murmeltier" alte Denkschemata und Vorgangsweisen immer und immer wieder.Lässt dich sogar passiv von negativen Veränderungen (wie Arbeitskonflikten, Beziehungsproblemen oder Burn-out) überrollen?


Oder bist du der Typ "schlaue Füchsin", die weiß, dass Lernen und sich Entwickeln ein lebenslanger Prozess ist und dass es gilt, offen für neue Formen des Lernens zu sein?

 

Zugegeben, das klingt alles ein wenig nach Binsenweisheiten. Doch wo anfangen? Wie Aschenputtel müssen wir dafür zunächst die nahrhaften Erbsen mühsam aus der Asche klauben, etwa mit Hilfe folgender leitender Frage:


WAS kann ich WIE mit Unterstützung von WEM lernen?

 

Begleitung wofür?

Zunächst zum letzten der drei Ws, der Begleitung. Durch ihre fach-kundige Expertise kann eine entsprechend geschulte Begleitung dir gleich zu Beginn des Prozesses einige unnötige Runden ersparen: etwa durch gemeinsames Erarbeiten einer profunden Bedürfnisanalyse, einer klaren Zielvereinbarung und einenm realitistischen Zeitplan.


Wir Menschen erleben uns immer an einem DU, über das wir, einem Spiegel gleich, Rückmeldungen zu uns selbst und unserer Lebenswelt erhalten können. Sowohl in der psychosozialen Arbeit als auch in der Pädagogik/Erwachsenenbildung (wo ich ursprünglich herkomme) schafft die Qualität der Beziehung ein sicheres und vertrauensvolles Umfeld, wo Interaktion und Lernen auf Augenhöhe möglich wird.

 

 

 

So kreieren wir quasi einen Übungsraum, wo du durch die wertschätzende und achtsame Rückmeldung, durch das mit dir In-Resonanz-Gehen (= Mitschwingen mit deinen Empfindungen) das Experimentieren mit neuen Möglichkeiten erlaubt. So kannst du psychosoziale Fähigkeiten wie Selbstsicherheit und Selbstwirksamkeit stärken, Resilienz erwerben und deine Beziehungsfähigkeit erproben. Alles Aspekte, die für unser Wohlbefinden entscheidend sind und uns helfen, sich tiefer auf einen Prozess der Veränderung einzulassen.

Und wozu braucht's dann noch einen Rahmen mit Tonerde?

So wie für die menschliche Beziehungsebene brauchen wir auch auf der Objektebene ein Gegenüber. Das Material Tonerde in einem klar vorgegebenen Feld bietet ein derartiges Übungsfeld mit klaren Grenzen (aus Holz) innerhalb derer du dich erproben kannst. Experimentieren kannst, ohne vielleicht von alten Erlebnissen oder Erfahrungen überwältigt zu werden. Dich schrittweise neuen Möglichkeiten annäherst.


Die Tonerde ermöglicht eine direkte, sinnliche Auseinandersetzung: So kann sie weich oder fest sein, gut riechen oder sich kalt und hart anfühlen. Zugleich kann diese haptische Erfahrung körperliche, emotionale und kognitive Prozesse anstoßen und unterstützen. Durch das Berühren sowie das Gestalten mit der Tonerde können sich Körperempfindungen, Gefühle oder Gedanken zeigen, die (zunächst) schwer in Worte zu fassen sind.

Unsere Hände sind dabei ein äußerst empfindsames "Tool", das den gesamten Organismus repräsentiert (vgl. Abbildung anbei). Die Begleitung gibt keine Anordnung wie etwa: „Wir basteln jetzt eine Maske“. Wir vertrauen auf die intuitive Fähigkeit deiner Hände und die Begleitung unterstützt diese nur.

So bearbeitest du unweigerlich genau das, WAS dich am meisten bewegt und findest Schritt für Schritt in einen neuen Umgang damit.

 

Auf dieser Abbildung unseres sensorischen und motorischen Cortex im Gehirn ist gut ersichtlich, welch großen Teil dabei die Hände einnehmen und warum sie so sensible Wahrnehmungsinstrumente sind. Früher wurde dieses Phänomen auch in Form eines kleinen Männleins mit sehr großen Händen dargestellt, dem Homunkulus, um den sich auch viele alte Geschichten ranken.

 

Das Schöne dabei: Tonerde ist formbar und veränderbar!

Du merkst unmittelbar, dass du Einfluss auf deine eigene Gestaltungskraft und so auch auf deine Umwelt hast.

 

Denn auch dein eigenes Leben ist form- und veränderbar!